Sandweg unikate
Im Prinzip ist die Idee zu Sandweg-Strandgut beim Sammeln von Plastik am Strand entstanden.
Der Strand von Cap Ferret war übersäht mit Fischernetzfragmenten und Kunststoffschnipseln aus den nahegelegenen Austernbänken. Ich denke wir waren nicht die Einzigen, die geschockt waren. Meine Kinder fingen unmittelbar an zu sammeln: „Man könne ja was daraus basteln“. Nach kurzer Zeit war die Strandtasche voll und in meinem Kopf fing es an zu arbeiten, wie ich am besten den Kunststoff wieder in den Kreislauf überführen könnte, ihn aufzuwerten und mit einer Spende zu verknüpfen, z.B. an Organisationen, die sich mit der Reinigung der Meere befassen. Wichtig schien mir aber auch die lokale Zuordnung, also wo das Strandgut an Land gespült wurde. Aus diesem Grund befindet sich auf jedem Sandweg Strandgut-Unikat eine Geokoordinate und ein Code. Diesen Code kannst Du im Code-Check auf dieser Seite eingeben. So erfährst Du etwas über den Spendenbetrag, die Organisation und das Spenden-Datum.
Nun könnten Kritiker sagen, dass ich Kunststoffharz verwende und damit ja noch mehr Kunststoff in Umlauf bringe. Dieser Kritikpunkt ist nachvollziehbar und dem muss ich mich auch stellen. Ich persönlich finde aber, dass die Vorteile überwiegen. Es handelt sich nicht um ein Verbrauchsgut, wie eine Verpackung oder eine PET-Flasche. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Sandweg-Strandgut somit wieder im Meer landet, scheint mir äußerst gering zu sein. Zweitens glaube ich, dass die Spenden, die ich hoffe mit Sandweg-Strandgut zu erzielen, die Nachteile aufwiegen. Drittens versuche ich schon bei der Produktion den anfallenden Kunststoffabfall in den Kreislauf zu überführen und zu verwerten. Selbst B-Ware, also Ware mit leichten Defiziten, biete ich lieber an, als sie in den Mülleimer zu schmeißen. Es sind weiterhin schöne Unikate und perfekt ist ja auch bekanntlich niemand.
Ernst Thürnau
